Wer ist betroffen?
Knapp 1-3% der mitteleuropäischen Bevölkerung sind von Histaminintoleranz (HIT) betroffen, davon sind 80% Frauen mittleren Alters.
Symptome der Histaminintoleranz
Die Symptome der Histaminintoleranz sind sehr vielfältig und teilweise schwer von Symptomen anderer, häufigerer Krankheiten zu unterscheiden. Sie machen sich meist einige Minuten bis wenige Stunden nach dem Konsum histaminreicher beziehungsweise histaminfreisetzender oder DAO-blockierender Nahrungsmittel bemerkbar.
Es treten aber nicht immer alle Symptome auf, die im folgenden angeführten Symptome bei Histaminintoleranz geben einen Überblick über die bekannten Symptome. Oft treten einige gemeinsam auf, es können sich aber auch nur einzelne Symptome bemerkbar machen. Dies ist individuell unterschiedlich!
Bei der Histaminintoleranz können mehrere Bereiche betroffen sein:
- Herz-Kreislauf-System
- Haut
- Gastrointestinaltrakt (Verdauungstrakt)
- Genitaltrakt
Im folgenden haben wir diese 4 Bereiche genauer aufgeschlüsselt und die enstprechenden Symptome zugeordnet.
Folgende Symptome können bei der Histaminintoleranz vorkommen:
Herz-Kreislauf-System / ZNS
- Schwindel
- Kopfschmerz (bis hin zu Migräne)
- Herzrhythmusstörungen
- Hypotonie (niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall bis zur Ohnmacht)
- Herzrasen
- rinnende / laufende Nase
- Schlafstörungen
Haut
- Juckreiz
- Flush (rot werden)
- Nesselsucht (Quaddeln, Urticaria)
- Hypotonie (Kreislaufzusammenbruch)
- Herzrasen
Verdauungstrakt
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen (auch krampfhaft)
- Blähungen
Genitaltrakt
- Dysmenorrhö (Menstruationsbeschwerden)
Im Gegensatz zu den meisten anderen Unverträglichkeiten können bei der Histaminintoleranz lebensbedrohliche Zustände eintreten!
Durch die Gabe von Antihistaminika können die Symptome gemildert werden. Du solltest auf jeden Fall mit Deinem Arzt Rücksprache halten und stets ein Notfallset bei Dir haben! Näheres dazu in "Behandlung der Histaminintoleranz".
Folgende Symptome werden häufig von Betroffenen berichtet, sind jedoch nicht einwandfrei medizinisch begründbar:
- Niesanfälle
- Kopfdruck
- Nackenschmerzen
- heftige Schmerzen in den Nebenhöhlen
- Halsschmerzen, das Gefühl von geschwollenen Mandeln
- Tinnitus, Ohrensausen
- Zahn- und Kieferschmerzen
- raue, pelzige Zunge
- Mundaphten oder sonstige Entzündungen im Mund
- Blasenbrennen, wie bei Blasenentzündung
- Seitenstechen
- Kribbeln in Armen und Beinen, Muskelzucken in Armen u. Beinen
- verstärkte Akne
- Antriebslosigkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Stimmungsschwankungen/Weinerlichkeit/Aggressivität
- erhöhte Temperatur
- ...
Weiterführende Links:
- Richtige Ernährung bei Histaminintoleranz
- Histamingehalte von Lebensmitteln
- Diagnose Histaminintoleranz
Quellen u.a.
Schmutz Helmut (Autor); Abbot, G.; Lieners C.; Mayer, I.; et.al; "Nahrungsmittelunverträglichkeit (Histamin Intoleranz)", Sachbuch, Wien 2006
Jarisch, R. "Histaminunverträglichkeit", Thieme Verlag TB 2. Auflage
Jarisch, R. "Nahrungsmittel-Intoleranz", medmix 4/2008, pp 49-52
Maintz, L; Bieber, T; Novak, N; "Histamine Intolerance in Clinical Practice", Dtsch Arztebl 2006; 103(51-52): A-3477
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 07. September 2011 um 09:05 Uhr

